Zusammenfassung

  • RFC 3498 ließ apsCommandSwitch den zuletzt geschriebenen Befehl zurückgeben, warnte aber, dass dieser nach einer höher priorisierten lokalen oder entfernten Anforderung nicht mehr wirksam sein konnte.
  • Gegenwärtige K1/K2-Werte, geschalteter Kanal, Lichtweg, Zählerkontinuität und Kundendienst waren eigenständige Belege.

Ein Zähler stand bei mehreren tausend Schutzsekunden. Dann wurde der revertive Betrieb abgeschaltet, und der Wert konnte auf null fallen. RFC 3498 erwartete, dass der zugehörige Discontinuity-Zeitpunkt den Wechsel markierte. Null hieß nicht, dass Schutz nie genutzt worden war. Die Metrik war unter dem neuen Modus nicht mehr gültig.

Dieser kleine Fall zeigt, weshalb weder Befehl noch Zahl ohne Zustand und Epoche ausreichen.

RFC 3498 definierte eine SMIv2-MIB für lineares Automatic Protection Switching in SONET. Unterstützt wurden 1+1 und 1:n, nicht Ring-APS. Tabellen trennten Gruppen- und Kanalkonfiguration, Abbildung, Befehle, Gruppenstatus, Kanalstatus und Benachrichtigungen.

Ein Kanal erhielt Gruppenname, Nummer, InterfaceIndex und bei 1:n Priorität. Vor der Aktivierung mussten die Nummern zusammenhängend bei null oder eins beginnen und durften für Arbeitskanäle vierzehn nicht überschreiten. Eine inkonsistente Gruppe blieb inaktiv und lieferte inconsistentValue. Active belegte die innere Gültigkeit des Modells, nicht die Verfügbarkeit des Schutzpfades.

Nach Aktivierung konnten Befehle geschrieben werden: löschen, Schutz aussperren, erzwungen oder manuell in beide Richtungen schalten und das Protokoll üben. Für 1:n gab es außerdem die Sperre eines Arbeitskanals. War eine gleich- oder höherrangige Anforderung aktiv, ließ sich der neue Befehl nicht ausführen.

Beim Lesen gab apsCommandSwitch trotzdem den letzten geschriebenen Befehl zurück. Der RFC verneinte ausdrücklich die Folgerung, er sei noch wirksam. Ein lokaler Automatismus oder die entfernte Seite konnte ihn mit höherer Priorität verdrängt haben. Der Manager musste empfangene und gesendete K1/K2 lesen, um die Gegenwart zu bestimmen.

K1 enthielt Anforderung und Kanal; K2 Kanal, Architektur und Richtung beziehungsweise RDI-L oder AIS-L. Empfang und Sendung waren zwei Seiten des APS-Dialogs. Der Gruppenstatus meldete zusätzlich Modus- und Kanalabweichung, Protection Switch Byte Failure, entfernten Schutzleitungsfehler und Extra Traffic.

Ein Byte-Fehler entstand unter anderem, wenn im relevanten Fenster von zwölf Frames keine drei aufeinanderfolgenden K1-Werte übereinstimmten oder ein ungültiger Code drei Frames anhielt. Der aktuell geschaltete Kanal war ein eigenes Objekt. Damit konnte die MIB zeigen, dass der letzte menschliche Befehl nicht mit der aktuellen automatischen Entscheidung übereinstimmte.

Der Kanalstatus unterschied lockedOut, Signal Degrade, Signal Failure, switched und Wait to Restore. Konfigurierte Bitfehlerraten beeinflussten Degrade und Failure; Verlust von Signal oder Frame sowie AIS-L waren weitere Fehlerursachen. WTR hielt die Rückkehr nach einem automatischen Wechsel zurück, um Flattern zu vermeiden. Ein konfigurierter Zeitraum war noch kein laufender Zustand.

Geschichte bestand aus mehreren Größen. Wechselzahl, letzter Wechselzeitpunkt und kumulierte Schutzsekunden antworteten auf unterschiedliche Fragen. Verwaltungsneustarts konnten Zähler unterbrechen. Der Discontinuity-Zeitpunkt war deshalb Bestandteil jedes historischen Belegs, nicht technisches Beiwerk.

Auch Alarmstille war mehrdeutig. Die Benachrichtigungsmaske war standardmäßig leer, die Ereignisgruppe optional. Keine Trap konnte Ereignisfreiheit, Abschaltung, fehlende Implementierung oder Transportverlust bedeuten. Polling von aktuellem Zustand und Zählern blieb notwendig.

Die schreibbaren Objekte machten Sicherheit unmittelbar. Sperren, Umschaltungen, Modus, Richtung, Reversion, Fehlerschwellen, WTR, Interfaces, Prioritäten und Benachrichtigungen konnten APS stören. RFC 3498 riet von SNMP vor Version 3 ab und verlangte Authentisierung, Vertraulichkeit und Zugriff nur für berechtigte Principals. Berechtigung ersetzte jedoch keine APS-Priorität.

Die Belegleiter lautet: autorisiertes SET, gültiger Wert, gewonnene Priorität, gespeicherter Befehl, gesendete K1/K2, entfernte Antwort, aktueller Kanal, physischer Lichtweg, kontinuierliche Telemetrie, wiederhergestellter Dienst und Bereitschaft für den nächsten Ausfall. Ein wahrer Wert auf einer Stufe kann nach Änderungen tieferer Stufen bestehen bleiben.

Die MIB war damit eine minimale gemeinsame Sprache, keine Zentralisierung der Schutzwirklichkeit. Sie machte sogar sichtbar, wann symbolische Erinnerung und physischer Vollzug auseinanderliefen. Verantwortliche Systeme sollten diese Differenz bewahren, statt sie als Fehler wegzuglätten.

Sources