• Optus wählt die cloud-native IMS-Plattform von Nokia, um seine Sprachinfrastruktur zu modernisieren
  • Der Einsatz wird verbesserte 5G-Sprachdienste einschließlich Ultra-HD-Telefonie unterstützen

Was geschah: Netzmodernisierungsinitiative

Der australische Telekommunikationsanbieter Optus hat eine Partnerschaft mit Nokia geschlossen, um ein cloud-natives Sprachkernnetzwerk bereitzustellen, wie in derPressemitteilung von Nokiaangekündigt. Die Lösung nutzt die IP Multimedia Subsystem (IMS)-Technologie von Nokia, die die alte Sprachinfrastruktur von Optus ersetzen wird, um die Servicezuverlässigkeit um bis zu 40% zu verbessern, laut internen Testdaten.

Der Rollout erfolgt in Phasen über 2024-2025, beginnend mit großen Ballungsräumen. Er ist Teil von Optus‘ 1,5 Milliarden A$ (1 Milliarde $) schweren Netzwerkinvestitionsprogramm, das auch die Ausweitung der 5G-Standalone-Abdeckung auf 80% der Bevölkerung bis 2026 umfasst, wie in derNetzwerkstrategie von Optusbeschrieben.

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Warum es wichtig ist

Diese Netzmodernisierung schließt eine kritische Lücke bei der 5G-Einführung. Während Datendienste schnell fortgeschritten sind, verlassen sich die meisten Betreiber immer noch auf Altsysteme für Sprachanrufe, was ein technologisches Ungleichgewicht schafft. Die cloud-native Lösung von Nokia ermöglicht 50% schnellere Verbindungsaufbauzeiten und 99,999% Zuverlässigkeit für Notdienste, während sie nativ aufkommende 5G Voice over New Radio (VoNR)-Standards unterstützt, die Studioqualität Audio liefern.

Allerdings bleiben erhebliche Implementierungsherausforderungen bestehen. Laut ACMA-Daten nutzen etwa 65% von Optus‘ Kundenbasis immer noch 4G-Geräte, was komplexe Rückwärtskompatibilitätsmaßnahmen erfordert. Der Übergang erfolgt auch zu einem Zeitpunkt, an dem die australischen Regulierungsbehörden nach landesweiten Ausfällen die Zuverlässigkeit der Telekommunikation zunehmend prüfen, wobei neue ACMA-Regeln Backup-Systeme für kritische Sprachdienste vorschreiben. Die erfolgreiche Bewältigung dieser technischen und regulatorischen Hürden könnte Optus als regionalen Marktführer in der nächsten Generation der Sprachinfrastruktur positionieren.