• O2 Daisy startet mit einer Beteiligung von 70 % von Virgin Media O2 und 30 % vom Daisy-Gründer Matthew Riley
• Das Unternehmen strebt ehrgeizige Cross-Selling- und Kostensynergien an und positioniert sich als Konkurrent für etablierte Betreiber wie BT und Vodafone
Was passiert ist: Der Start von O2 Daisy
Ab dem 4. August 2025 nimmtO2 Daisyals eigenständiges Unternehmen den Betrieb auf, das die Geschäftskundensparte vonVirgin Media O2(ein Joint Venture zwischen Liberty Global und Telefónica) mit der Daisy Group, einem erfahrenen britischen Anbieter von IT- und B2B-Telekommunikationsdiensten, zusammenführt.
Die Beteiligungsstruktur sieht 70 % für Virgin Media O2 und 30 % für die Daisy Group vor, wobei Gründer Matthew Riley den Vorsitz übernimmt und Jo Bertram (ehemalige Geschäftsführerin von VMO2 Business) die Rolle der CEO einnimmt. Das kombinierte Unternehmen startet mit einem Pro-forma-Jahresumsatz von etwa 1,4 Milliarden Pfund und einem durch Analystenkonsens erwarteten bereinigten Basisgewinn von rund 150 Millionen Pfund, basierend auf den Ergebnissen von 2024.
Operativ bündelt O2 Daisy die Fest- und Mobilfunkinfrastruktur von VMO2 mit den flexiblen Serviceplattformen von Daisy und deren kundenorientiertem Ansatz. Das Unternehmen hat Standorte in Nelson, Sheffield, Manchester, London, Reading und Bournemouth eingerichtet und setzt Technologien wie private 5G-Netze, Cloud-basierte Lösungen, Teams Phone Mobile-Dienste, Cybersicherheitstools und KI-gestützte Erkenntnisse über O2 Motion ein.
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Warum das wichtig ist
Der Start von O2 Daisy ist zweifellos eine der bedeutendsten Veränderungen im britischen Geschäftstelekommunikationssektor der letzten Jahre. Mit kombinierter Größe und Ambition wird das Unternehmen sofort zum zweitgrößten auf KMU fokussierten Telekommunikationsanbieter des Landes und stellt eine ernsthafte Herausforderung für Marktführer wie BT und Vodafone dar. Zudem ist der Zeitpunkt bemerkenswert: Virgin Media O2 meldete im ersten Halbjahr 2025 einen Verlust von 414 Millionen Euro und steht unter Druck aggressiver alternativer Glasfasernetzbetreiber („Altnets“), die Kunden mit Billigangeboten locken.
Die Konsolidierung in O2 Daisy zielt darauf ab, diese B2B-Aktivitäten zu rationalisieren und bis 2030 jährliche Einsparungen von bis zu 70 Millionen Pfund zu erzielen. Über die finanzielle Logik hinaus wird O2 Daisy als Wegbereiter der digitalen Transformation für britische Unternehmen positioniert, der über die Konnektivität hinausgeht und verwaltete IT-Dienstleistungen, Cloud, Cybersicherheit und Analyse umfasst. Im Zeitalter hybrider Arbeit nach der Pandemie sollen diese Fähigkeiten die wachsende Nachfrage nach integrierten und agilen professionellen Technologielösungen bedienen.
Darüber hinaus kommt das Unternehmen inmitten weiterreichender Branchenumwälzungen. Telefónica hat kürzlich die Aufgabe eines Plans zur Ausgliederung des Festnetzes von VMO2 in eine Tochtergesellschaft namens NetCo bestätigt, während die Wettbewerbsbehörden anderen Konsolidierungsschritten wie der Fusion von Vodafone mit Three UK zugestimmt haben. O2 Daisy könnte so als strategischer Anker in der sich wandelnden Rolle von VMO2 in einem Umfeld von Konsolidierung und Netztransformationsstrategien dienen.

