Zusammenfassung

  • Im ursprünglichen SMTP konnte ein Größen- oder Speicherfehler erst nach vollständiger DATA-Übertragung und Verwerfen der Nachricht sichtbar werden.
  • RFC 1870 ließ den Server eine feste Obergrenze in EHLO und den Client eine geschätzte Oktettzahl in MAIL FROM angeben. Dauerhafte Überschreitung erhielt 552, vorübergehende Knappheit 452.
  • Die Zahl blieb begrenzte Evidenz: kein DATA-Abschluss, keine Reservierung aller späteren Speicher und keine Zustellgarantie durch eine positive MAIL-Antwort.

Der Aufwand kam vor dem Urteil

RFC 821 ordnete die Transaktion als MAIL, ein oder mehrere RCPT und DATA. Nach 354 sendete der Client Kopf, Inhalt und Abschlusszeile; erst danach antwortete der Server auf das vollständige Objekt.

Manche Tatsachen kannte der Server früher. Eine feste Richtlinie konnte die Nachricht stets ausschließen, oder Speicher konnte nur momentan fehlen. Ohne Erweiterung übertrug der Client trotzdem jedes Oktett, bevor der Server das Objekt verwarf. Mit wachsender Multimedia-Mail wurde die späte Erkenntnis zu verschwendeter Leitung, Zeit und Pufferkapazität.

Zwei Erklärungen mit verschiedenen Eigentümern

Die Lösung erschien 1993 in RFC 1427, wurde durch RFC 1653 revidiert und 1995 in RFC 1870 standardisiert. Ein Server nennt SIZE in EHLO und kann die größte Nachricht hinzufügen, die seine feste Regel zulässt.

Null bedeutet, dass keine feste Obergrenze gilt. Fehlt die Zahl, wird über eine solche Grenze nichts mitgeteilt; das ist keine Unendlichkeit. Der Client kann in MAIL FROM ein eigenes SIZE ergänzen: die Schätzung des konkreten Objekts. Ist exaktes Zählen unpraktisch, darf er heuristisch und eher zu hoch schätzen.

Der Empfänger beschreibt seine Regel, der Sender sein Objekt. Der gemeinsame Wert macht eine Entscheidung möglich, ohne dem Gegenüber Kontrolle über Platte, Warteschlange oder Inhalt zu geben.

Zählen ist nicht Rahmung

Gezählt werden Kopf, Körper und CR-LF-Paare nach der 354-Antwort. Nicht gezählt werden der DATA-Abschlusspunkt und zusätzliche Punkte, die nur der SMTP-Transparenz dienen.

RFC 1870 verbietet, aus SIZE das Inhaltsende abzuleiten. Eine falsche Schätzung darf Annahme beeinflussen, aber keine Nachrichtendaten zu Befehlen machen. Der DATA-Terminator behält die Rahmungsgewalt. SIZE behandelt Ressourcen; Punkttransparenz und BDAT behandeln Grenzen.

452 lässt Zeit, 552 schließt sie

Übersteigt die Angabe die feste Grenze, kann 552 melden, dass ein späterer Versuch derselben Nachricht nichts ändert. Fehlen Ressourcen nur jetzt, erlaubt 452 eine erneute Einreihung.

Die Verwechslung erzeugt gegensätzliche Schäden: Eine Richtlinie als Störung zu behandeln erzeugt endlose Versuche; Knappheit als Verbot zu behandeln vernichtet eine mögliche Zustellung. Der Server darf außerdem je Empfänger entscheiden und dasselbe Objekt für einen RCPT annehmen, für einen anderen aufschieben und für einen dritten endgültig ablehnen.

Ein frühes 250 ist kein Beleg

Der Erfolg von MAIL garantiert weder DATA noch Speicherung, Weiterleitung oder Endzustellung. Die tatsächliche Nachricht kann größer sein, Ressourcen können wechseln. Der Server darf eine Unterdeklaration tolerieren, muss es aber nicht.

Begrenztes Vertrauen bleibt: Nach Annahme der deklarierten Größe sollte der Server nach DATA nicht allein wegen seiner gewöhnlichen festen Grenze 552 senden, solange das reale Objekt die Erklärung nicht überstieg. Die frühe Entscheidung wird nützlich, ohne globale Reservierung zu behaupten.

RFC 5321 verlangte später mindestens 64K Oktette und empfahl SIZE für notwendige Beschränkungen. Eine weltweite Anhangsgröße entstand nicht. Jedes System behielt seine Kosten; der Standard machte die lokale Grenze nur rechtzeitig sichtbar.

Quellen und Grenzen

RFC 821 liefert den Ursprung, RFC 1427, RFC 1653 und RFC 1870 die Erweiterung, RFC 5321 die spätere Basis. Die Texte messen keine heutige Verbreitung oder Anbietergrenzen. SIZE authentifiziert nicht, beweist kein Kontingent, reserviert nicht jeden Hop und bestätigt keine Zustellung. Es vermied aussichtslose Arbeit durch schmale Kapazitätsevidenz, ohne Entscheidungsgewalt zu zentralisieren.