• Microsoft ist AWS und Google gefolgt und hat die Ausstiegsgebühren für Daten für Kunden gestrichen, die seine Cloud-Plattform Azure verlassen.
  • Diese Entscheidung steht im Einklang mit der bevorstehenden EU-Datenverordnung (Data Act) und reagiert auf Bedenken der britischen Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde.
  • Analysten betrachten diese Initiative als Marketingtaktik und weisen darauf hin, dass der regulatorische Fokus auf Ausstiegsgebühren falsch ausgerichtet sein könnte.

Im Anschluss an ähnliche Ankündigungen von AmazonAmazon Web Services (AWS)undGooglefrüher in diesem Jahr hat Microsoft kürzlich erklärt, dass es keine Ausstiegsgebühren für Daten mehr erheben wird, wenn Kunden ihre Daten aus seiner CloudAzureabziehen. In einem Blogbeitrag bekräftigte das Unternehmen seine Unterstützung für die Wahlmöglichkeiten der Kunden und bietet denjenigen, die Azure verlassen, um ihre Daten zu anderen Cloud-Anbietern oder internen Rechenzentren zu übertragen, einen kostenlosen Ausstieg an.

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Dies fällt mit der bevorstehenden EU-Datenverordnung zusammen

Diese Entscheidung fällt mit der bevorstehendenEU-Datenverordnung (Data Act)zusammen, die darauf abzielt, gegen wettbewerbshindernde Vertragsklauseln vorzugehen und deren Inkrafttreten für September 2025 geplant ist. Auch die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde hat die Ausstiegsgebühren untersucht, um Wettbewerbsbedenken zu adressieren.

Naveen Chhabra, leitender Analyst bei Forrester, verglich diese Ankündigung mit der jüngsten Ankündigung von AWS und deutete an, dass sie einen Wandel unter den großen Cloud-Dienstanbietern widerspiegelt, die es Kunden ermöglichen, ohne Zahlung von Ausstiegsgebühren zu migrieren, was maßgeblich durch die EU-Datenverordnung beeinflusst wurde. Google hatte angekündigt, ab Januar auf Ausstiegsgebühren zu verzichten, allerdings nur für Kunden, die ihre Konten schließen – eine ähnliche Maßnahme wie bei AWS, das keine Kontoschließung verlangt.

Microsoft verlangt Kontoauflösung nach Datenausstieg aus Azure

Microsoft verlangt ebenfalls die Auflösung des Kontos nach dem Datenausstieg aus Azure. Chhabra betrachtet dies eher als Marketingentscheidung, da die Ausstiegsgebühren nur für eine kleine Teilmenge von Kunden von Bedeutung seien, insbesondere für diejenigen, die einen Backup-Cloud-Anbieter suchen, falls ein anderer ausfällt. Corey Quinn, Chef-Cloud-Ökonom bei The Duckbill Group, merkte an, dass die Abschaffung der Ausstiegsgebühren die Wahrnehmung neuer Kunden verbessern könne, aber nicht entscheidend sei, da die Nutzer ihre Azure-Konten schließen oder deren Nutzung einstellen müssen, um vom kostenlosen Ausstieg zu profitieren.

Er stellte fest, dass die regulatorische Fokussierung auf Ausstiegsgebühren möglicherweise auf den falschen Bereich abzielt.