•Eine 50-MW-Anlage kann so viel Strom verbrauchen wie 22.000 Haushalte und so viel Wasser wie 2.200 Haushalte täglich.
•In Johor haben Anwohner wegen Wasserdruck, Baustaub und dem Verlust von Grünflächen protestiert.
Die Fakten
Malaysias schneller Rechenzentrumsausbau steht zunehmend stärkerer Prüfung in Bezug auf Strombedarf, Wasserverbrauch und bauliche Auswirkungen im Fokus. Bank Negara Malaysia schätzt, dass eine 50-MW-Anlage so viel Strom verbrauchen kann wie 22.000 Haushalte und täglich so viel Wasser wie 2.200 Haushalte. Johors geplante Kapazität, einschließlich der laufenden Projekte und der Vorhaben in der Pipeline, könnte nach Angaben von JLL von heute auf das Achtfache auf rund 7.000 MW steigen.
Das Thema war in Iskandar Puteri am sichtbarsten, wo Anwohner gegen den geplanten 300-MW-Komplex von ZDATA protestierten. Einige Anwohner berichteten über niedrigeren Wasserdruck, obwohl ZDATA erklärte, dass der eigene Standort dafür nicht verantwortlich sei. Beschwerden über Baustaub führten dazu, dass der Grundstücksentwickler Tropicana Firstwide kostenlose Autowaschdienste anbot, während andere Anwohner den Rückbau von Grünflächen in der Nähe beanstandeten.
Malaysia hat die Projektprüfung verschärft, und die Bundesregierung hat festgelegt, dass Entwickler die Kosten für die Strom- und Wasserleitungs-Upgrades tragen müssen, die zur Unterstützung neuer Anlagen erforderlich sind.
Die Bewertung
Malaysias Ausbau verändert die Anforderungen, die Entwickler erfüllen müssen, bevor ein großes Rechenzentrum betrieben werden kann. Ein geeigneter Standort und eine Stromvereinbarung reichen nicht mehr allein aus. Entwickler müssen auch Wasserbedarf, Versorgungsnetze und Baueffekte einrechnen, während Versorgungsunternehmen und örtliche Behörden prüfen, ob bestehende Systeme die Zusatzlast tragen können. Die vorliegenden Hinweise zeigen nicht, dass ZDATA die gemeldeten Wasserdruckprobleme verursacht hat, und die Anforderungen können zwischen Projekten variieren.
Malaysia hat jedoch die Kosten für relevante Netz- und Wasser-Upgrades auf die Entwickler übertragen. Unterstützende Infrastruktur wird damit Teil der Projektentwicklungsverantwortung statt einer automatisch von bestehenden Nutzern getragenen Kostenbelastung.
Für BTW-Leser bedeutet das: Johors Pipeline kann nur dort vorankommen, wo Entwickler Rechenkapazität mit ausreichender lokaler Versorgungsinfrastruktur koppeln können. Strom- und Wasservereinbarungen werden bestimmen, welche Projekte Bau- und Betriebsreife erreichen, selbst wenn Land und Investitionen vorhanden sind.
Was zu beobachten ist
Beobachtet werden sollte, wie Johor seine strengeren Projektprüfregeln umsetzt und ob Entwickler ihren erwarteten Strom- und Wasserbedarf offenlegen. Weitere Details zu vom Entwickler finanzierten Versorgungs-Upgrades, aufbereiteten Wassersystemen und Vereinbarungen zu erneuerbaren Energien zeigen, wie Projekte den Druck auf bestehende Netze und umliegende Gemeinden reduzieren wollen.


