• LinkedIn testet einen neuen Tab „Video“, der einen vertikalen Feed mit kurzen professionellen Videos bietet, ähnlich den populären Formaten auf anderen Plattformen, jedoch mit Fokus auf Karriereentwicklung und berufliche Inhalte.
  • Die Funktion, entdeckt vonAustin Null von McKinney, erlaubt Nutzern, mit den Videos durch Likes, Kommentare und Teilen zu interagieren, obwohl der Algorithmus, der die Sichtbarkeit der Videos bestimmt, vertraulich bleibt.
  • Diese Initiative von LinkedIn, das zu Microsoft gehört, reagiert auf die Nutzernachfrage nach Videolernen, bietet Content-Erstellern Chancen und könnte potenziell den Weg für eine Monetarisierung in der Zukunft ebnen.

Neue Funktion in der Testphase

LinkedIn testet derzeit eine neue Funktion ähnlich den Kurzvideos von TikTok, wie das Unternehmen TechCrunch am Mittwoch bestätigte. Dieses neueste Experiment reiht LinkedIn in die Reihe vieler Consumer-Apps ein, die nach der wachsenden Beliebtheit von TikTok eigene Kurzvideo-Feeds gestartet haben, wie Instagram, YouTube, Snapchat und Netflix.

Die neue Funktion wurde erstmals von Austin Null, Direktor der Strategie bei der Influencer-Agentur McKinney, entdeckt. Null teilte eine kurze Demonstration der Funktion auf LinkedIn, die über einen neuen Tab „Video“ in der Navigationsleiste der App zugänglich ist. Durch Tippen auf die Video-Schaltfläche gelangen Nutzer zu einem vertikalen Feed mit prägnanten Videos, die sie durch Wischen durchblättern können. Nutzer können Videos liken, kommentieren oder mit ihren Kontakten teilen. Das Unternehmen hat jedoch nicht bekannt gegeben, nach welchen Kriterien der Feed die angezeigten Videos auswählt.

Dieses neue Element ähnelt den vertikalen Kurzvideo-Feeds in anderen Apps, aber während diese ein breites Spektrum an Inhalten abdecken, von Comedy- bis Kochvideos, konzentriert sich der Feed von LinkedIn klar auf Karriereentwicklung und berufliche Orientierung. Obwohl die Veröffentlichung von Videos auf LinkedIn seit langem möglich ist, zielt die Einführung eines dedizierten Feeds darauf ab, das Nutzerengagement und die Inhaltsentdeckung auf der Plattform zu verbessern, indem leicht konsumierbare Videos angeboten werden, die Nutzer schnell durchblättern können.

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Nutzerengagement

LinkedIn, eine Tochtergesellschaft von Microsoft, erklärte, dass Video für seine Nutzer zu einem bevorzugten Format wird, um Informationen von Fachleuten und Experten zu sammeln. Daher experimentiert die Plattform mit innovativen Methoden, um Nutzern die Entdeckung relevanter Videoinhalte zu ermöglichen. Da sich die Funktion in einer frühen Testphase befindet, ist sie derzeit nur einem begrenzten Publikum zugänglich.

Der Start dieser neuen Funktion fällt mit dem Aufstieg vieler TikTok-Content-Ersteller zusammen, die große Zielgruppen gewonnen haben, indem sie Tipps und Erfahrungen zu Themen wie Karriereentwicklung, Jobsuche und berufliche Weiterbildung teilen. Mit dem neuen Video-Feed von LinkedIn erhalten diese Ersteller eine zusätzliche Plattform zur Verbreitung ihrer Videoinhalte, was potenziell ihre Reichweite vergrößert. Einige spekulieren, dass LinkedIn in Zukunft eine Monetarisierung dieses Feeds anstreben könnte, eine strategische Entscheidung, die Erstellern Anreize bieten würde, ihre Videoinhalte exklusiv in der App hochzuladen.

Chancen für Content-Ersteller und potenzielle Monetarisierung

Obwohl diese Funktion neue Perspektiven für Content-Ersteller eröffnet, ist es möglich, dass einige Nutzer die Einführung dieses neuen Feeds nicht begrüßen. Sie könnten sich von der Verbreitung von Kurzvideo-Feeds in verschiedenen beliebten Apps überfordert fühlen.