• Die ICT Authority setzt ICT-Standards durch, betreibt die nationale digitale Infrastruktur und Talentprogramme.
  • Zu den Innovationen des Sektors gehören der Glasfaserausbau, die Ausweitung von USSD-Diensten, digitale Zertifikate (NPKI) und die wachsende NLP-Forschung, die vor sprachlichen Herausforderungen steht.

Über die ICT Authority und ihr Mandat

Die Information and Communications Technology Authority wurde im August 2013 als staatseigene Gesellschaft gegründet, um die ICT-Funktionen öffentlicher Stellen zu bündeln. Die ICTA setzt ICT-Standards durch, überwacht die elektronische Kommunikation, betreibt die staatliche digitale Infrastruktur und fördert digitale Kompetenz, Innovation und Unternehmertum im Einklang mit Kenias National Digital Master Plan 2022–2032.

Zu seinen Hauptaufgaben gehören die Festlegung von ICT-Richtlinien für öffentliche Ämter, die Förderung von E-Government-Diensten, der Betrieb der öffentlichen digitalen Infrastruktur, die Unterstützung digitaler Fähigkeiten durch Programme wie das Presidential Digital Talent Programme und die Förderung von Innovation durch seine Abteilung für Innovation.

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Projekte und Innovationen der ICT Authority

Die ICTA leitet mehrere nationale Initiativen. Sie betreibt das Government Data Centre (GDC) und bietet Regierungsbehörden Cloud-, virtuelle Server-, Konnektivitäts- und Sicherheitsdienste an. Ein weiteres Vorzeigeprojekt ist die National Public Key Infrastructure (NPKI), im Rahmen derer die ICTA digitale Zertifikate an staatliche Stellen ausstellt, während die Communications Authority als Root Certification Authority fungiert.

Dazu gehört auch der Ausbau der öffentlichen Wi-Fi-Infrastruktur und der ‹Last-Mile›-Glasfaserkonnektivität im Rahmen der Digital-Superhighway-Ambition der Regierung – 100.000 km Glasfaser zu verlegen, 25.000 öffentliche Wi-Fi-Hotspots und digitale Knotenpunkte in allen Bezirken bereitzustellen.

Herausforderungen und Branchentrends

Kenias ICT-Sektor gehört zu den dynamischsten Ostafrikas, mit einem jährlichen Wachstum von rund 10,8 % und der digitalen Wirtschaft, die bis 2025 voraussichtlich 9,2 % des BIP beitragen wird. Dieses Wachstum hat Investitionen globaler Akteure wie AWS für Rechenzentren angezogen.

Der Sektor steht jedoch vor Hürden. Mobilfunkbreitband und Mobile-Money-Dienste florieren, aber die mehrsprachige Inklusion bleibt eine Herausforderung. Technologien der natürlichen Sprachverarbeitung (NLP) bilden Kenias viele indigene Sprachen nur unzureichend ab. Fortschritte bei der maschinellen Übersetzung und der Stimmungsanalyse in lokalen Sprachen bleiben durch unterversorgte Datensätze eingeschränkt.

Cybersicherheit und Datenschutz bleiben ebenfalls drängende Anliegen. Die ICTA arbeitet an der Durchsetzung von Standards und Vorschriften, insbesondere durch den vorgeschlagenen ICTA Bill 2024, der die Überwachung der digitalen Governance, Lizenzierung und Sicherheitspraktiken modernisieren soll.