• ICANN wechselt von Whois zu RDAP und bittet die Community um Rückmeldungen, um die Funktionen zu verfeinern und zum neuen Standard für Informationen über Internet-Ressourcen zu machen.
  • RDAP ersetzt das veraltete Whois durch moderne Webtechnologien und bietet strukturierte Daten, verbesserte Sicherheit und mehrsprachige Unterstützung für einfachere und sicherere Abfragen von Internet-Ressourcen.

Was geschah

ICANN plant, die Whois-Server von Port 43 schrittweise abzuschaffen und auf RDAP umzustellen. Einige TLDs werden RDAP in Kürze übernehmen. Mit seinen strukturierten Daten, verbesserter Sicherheit und besserer Integration ist RDAP eine fortschrittlichere Lösung für die Abfrage von Informationen über Internet-Ressourcen.

Das Konzept der Verwaltung von Internetadressen existierte bereits vor der Gründung offizieller Organisationen wie den RIR (Regional Internet Registries). Ursprünglich vergab und registrierte Jon Postel, Forscher an der University of California, IPv4-Adressen und DNS-Domains (Domain Name System) manuell. Später entwickelte sich seine Arbeit mit Hilfe eines Sekretärs zur IANA (Internet Assigned Numbers Authority), was schließlich zur Gründung von RIRs wie RIPE, APNIC, ARIN, LACNIC und AFRINIC führte.

Zur Verwaltung und Abfrage von Ressourceneinträgen wurde der Whois-Dienst eingeführt. Er ermöglichte es Benutzern, Informationen über Internet-Ressourcen wie Domainnamen oder IP-Adressen zu suchen. Allerdings hatte Whois, das auf TCP-Port 43 läuft, erhebliche Einschränkungen. Es fehlte an Skalierbarkeit, detaillierter Kontrolle und mehrsprachiger Unterstützung. Um diese Probleme zu lösen, entwickelte die IETF (Internet Engineering Task Force) RDAP. RDAP nutzt moderne Webtechnologien wie HTTP/HTTPS und stellt Informationen im strukturierten JSON-Format bereit.

Es verbessert die Sicherheit, vereinfacht den Zugriff und unterstützt mehrere Sprachen. Im Gegensatz zu Whois bietet RDAP eine flexible und sichere Datenabfrage sowie eine standardisierte Kommunikation zwischen den Registern.

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Warum es wichtig ist

Der Übergang zu RDAP ist entscheidend für die Modernisierung der Verwaltung von Internet-Ressourcen. Whois war zwar zu seiner Zeit wesentlich, wies jedoch erhebliche Einschränkungen auf. Es leidet unter mangelnder Skalierbarkeit, fehlender mehrsprachiger Unterstützung und begrenzten Sicherheitsfunktionen. RDAP löst diese Probleme durch den Einsatz moderner Webtechnologien wie HTTP/HTTPS und der Bereitstellung strukturierter Daten im JSON-Format.

Diese Modernisierung gewährleistet einen einfacheren Zugang, eine bessere Integration und erhöhte Sicherheit für Benutzer und Register. RDAP unterstützt mehrere Sprachen und ist daher inklusiv für globale Netzwerke. Sein strukturierter Ansatz ermöglicht eine effiziente Datenabfrage und eine standardisierte Kommunikation zwischen den Systemen.

Während ICANN plant, die Whois-Server von Port 43 abzuschaffen, wird die Adoption von RDAP durch die TLDs einen bedeutenden Fortschritt darstellen. Der Wechsel besteht nicht nur darin, eine veraltete Technologie zu ersetzen; es geht darum, ein sichereres, flexibleres und effizienteres System für die Abfrage von Internet-Ressourcen aufzubauen. Die Funktionen von RDAP machen es für die Zukunft der Verwaltung von Internet-Ressourcen unverzichtbar.