• Das Kabel verläuft von South Carolina über die Azoren und Bermuda nach Sines an der Westküste Portugals.

• Das 7.000 km lange System enthält 16 Faserpaare und hat eine Gesamtauslegungskapazität von etwa 384 Tbit/s.



Fakten

Google hat sein transatlantisches Unterseekabel Nuvem in Sines, Portugal, angeschlossen. Das etwa 7.000 km lange System verläuft nach Myrtle Beach, South Carolina, mit Zwischenlandungen auf den Azoren und Bermuda. Es enthält 16 Faserpaare und hat eine Gesamtauslegungskapazität von etwa 384 Terabit pro Sekunde.

Google besitzt außerdem das Kabel Equiano, das Portugal mit Südafrika verbindet. Das separat betriebene EllaLink-System verbindet Sines mit Brasilien. Google hat nicht mitgeteilt, ob Nuvem auf der gesamten Strecke betriebsbereit ist oder wie viel seiner Auslegungskapazität bei Betriebsbeginn zur Verfügung stehen wird.

Bewertung

Nuvem verschafft Google ein weiteres unternehmenseigenes Kabel zwischen den USA und Portugal und das erste, das Bermuda anbindet. Die Landung in Sines ist jedoch ein Bau-Meilenstein, kein kommerzieller Start. Google hat nicht bekannt gegeben, wann die durchgehende Strecke verkehrsbereit sein wird, noch wie das Kabel jenseits seiner Landestationen mit terrestrischen Netzen verbunden ist.

Die Angabe von 384 Tbit/s bezieht sich auf die gesamte Auslegungskapazität über 16 Faserpaare, nicht auf die derzeit aktivierte Menge. Für BTW-Leser ist dieser Unterschied wichtig: Unterseekabelprojekte benötigen oft Monate zwischen der physischen Verbindung und dem kommerziellen Betrieb. Die Landung in Sines bestätigt den Fortschritt der Verlegung; eine Betriebsbereit-Meldung würde die Betriebskapazität bestätigen.

Ausblick

Achten Sie darauf, dass Google das Datum der Betriebsbereitschaft von Nuvem bestätigt und weitere Details zur Inbetriebnahme des Systems liefert. Die Offenlegung der aktivierten oder verfügbaren Kapazität würde klären, wie viel der 384-Tbit/s-Auslegungskapazität des Kabels in Betrieb genommen wird.