• Der Versuch wird in den Laboren von FiberCop in Rom stattfinden und die Vibrationserkennung zur Fehlerüberwachung bewerten.
  • Die Betreiber verwandeln die vergrabene Glasfaser in ein duales Asset, das Erkennung zur Konnektivität hinzufügt.

Der Sachverhalt

FiberCop und Nokia haben am 8. Juli 2026 bekannt gegeben, dass sie eine Absichtserklärung unterzeichnet haben, um die verteilte Glasfasererkennung im optischen Netz von FiberCop in Italien zu testen. FiberCop ist der größte Glasfasergroßhandelsnetzbetreiber in Italien, mehrheitlich im Besitz von Telecom Italia (TIM), und betreibt die größte passive Glasfaserinfrastruktur des Landes.

Die Unternehmen werden die optische Erkennungstechnologie Sensornet von Nokia in kontrollierten Umgebungen, einschließlich der Labore von FiberCop in Rom, und auf isolierten Glasfaserabschnitten bewerten. Der Versuch wird Anwendungen wie Netzwerküberwachung und vorausschauende Wartung bewerten. Nokia wird seine Distributed Acoustic Sensing (DAS)-Plattform bereitstellen, die Laserimpulse in die Glasfaser sendet und die Rückstreumuster analysiert, um Vibrationen, Druckänderungen und Temperaturschwankungen entlang des Kabels zu erkennen.

FiberCop erklärte, dass die Technologie die Wartungskosten senken und die Fehlerbehebung beschleunigen könnte, indem Probleme identifiziert werden, bevor sie zu Unterbrechungen führen.

Die Bewertung

Der Versuch zeigt, dass Telekommunikationsbetreiber beginnen, Glasfasernetze als mehr als nur eine Kommunikationsinfrastruktur zu betrachten. Mit der Reife der Netze verlagert sich der Fokus von der Abdeckungserweiterung auf die Verbesserung des Betriebs und der Wartung der bestehenden Infrastruktur.

Die Nutzung vorhandener Glasfaser als verteilter Sensor ermöglicht es Betreibern, Fehler und externe Störungen zu erkennen, ohne separate Überwachungssysteme einsetzen zu müssen. Dieselben vergrabenen Kabel transportieren den Datenverkehr und berichten über ihren eigenen Zustand, was die Wartungskosten senken und die Reaktionszeiten verkürzen könnte.

Für BTW-Leser deutet dies auf einen breiteren Trend in der Internet-Infrastruktur hin: Glasfaser ist nicht länger nur ein passives Rohr. Betreiber verwandeln sie in eine aktive Erkennungsplattform, die die Netzwerkgesundheit in Echtzeit überwacht, was die Sichtbarkeit der physikalischen Schicht zu einer standardmäßigen Fähigkeit neben der Breitbandversorgung macht.

Was zu beobachten ist

Beobachten Sie, ob die verteilte Glasfasererkennung über die Testphase hinaus in eine kommerzielle Bereitstellung in europäischen Glasfasernetzen übergeht und ob andere Großhandelsbetreiber dem Beispiel von FiberCop folgen.