Zusammenfassung

  • Die terrestrische 100/20-Verfügbarkeit stieg von 96,0 % im Juni 2024 auf 96,9 % im Juni 2025; die ländliche Abdeckung lag bei 86,7 %.
  • Unter Einbeziehung von Satelliten steigt die gemeldete feste Verfügbarkeit auf 99,7 %, wobei die FCC Einschränkungen durch Sichtbehinderungen, Kapazität und Überlastung anmerkt.

Die Fakten

Die US-amerikanische Federal Communications Commission (FCC) gab an, dass im Juni 2025 96,9 % der Amerikaner Zugang zu festem terrestrischem Breitband mit Geschwindigkeiten von mindestens 100 Mbit/s im Download und 20 Mbit/s im Upload hatten, gegenüber 96,0 % im Vorjahr. Die ländliche Verfügbarkeit erreichte 86,7 %, während die Zahl der Amerikaner in ländlichen Gebieten ohne Zugang in zwei Jahren um mehr als 44 % zurückging. In ihrem Section-706-Bericht 2026 kam die FCC zu dem Schluss, dass fortschrittliche Telekommunikationsfähigkeiten den Amerikanern in angemessener und zeitnaher Weise bereitgestellt werden.

Wenn Satellitenbreitband einbezogen wird, beziffert die FCC die feste 100/20-Verfügbarkeit auf 99,7 %. Laut dem Bericht hätten nur etwa 25.000 Amerikaner nach dieser Messgröße keinen Zugang; allerdings wird auch darauf hingewiesen, dass Satellitendienste durch Sichtbehinderungen, Kapazität und Überlastung eingeschränkt sein können. Kommissarin Anna Gomez stimmte dem Bericht zu, bezeichnete die Zahl von 99,7 % jedoch als irreführend und verwies auf Leistungsdaten, die zeigen, dass im Jahr 2025 weniger als die Hälfte der Satellitennutzer Geschwindigkeiten von 100/20 Mbit/s erreichten.

Die Bewertung

Die Einbeziehung von Satelliten verändert die Bedeutung von „versorgt“. Ein Standort kann in der 100/20-Breitbandabdeckungszahl der FCC enthalten sein, auch wenn kein terrestrisches Netz ihn erreicht.

Das ist wichtig, weil die beiden Messgrößen unterschiedliche Infrastrukturfragen beantworten. Die terrestrische Abdeckung zeigt, wo Glasfaser-, Kabel- oder feste Funknetze die Nutzer erreichen. Die satellitengestützte Zahl zeigt, wo ein fester Dienst angeboten wird, auch wenn die lokale terrestrische Infrastruktur fehlt. Die FCC selbst weist darauf hin, dass Hindernisse, Überlastung und Kapazität die Satellitenleistung beeinträchtigen können; eine kartierte Verfügbarkeit garantiert also nicht, dass jeder Nutzer die Benchmark-Geschwindigkeit durchgängig erhält.

Für BTW-Leser ist die nützliche Unterscheidung die zwischen einem Standort, der als versorgt gezählt wird, und einem Netz, das die Benchmark dauerhaft liefert. Die ländliche Planung benötigt daher weiterhin technologiespezifische Abdeckungs- und Leistungsdaten, um zu zeigen, wo terrestrische Infrastruktur fehlt und wo Satellitendienste an Kapazitäts- oder Nutzbarkeitsgrenzen stoßen könnten.

Was zu beobachten ist

Achten Sie auf die nächste Veröffentlichung der Broadband Data Collection, um die Lücke zwischen der terrestrischen 100/20-Abdeckung und der satellitengestützten Zahl zu beobachten, insbesondere in ländlichen Gebieten. FCC-Kartenanfechtungen und aktualisierte Satelliten-Leistungsdaten werden zeigen, ob die als versorgt gezählten Standorte die Benchmark auch durchgängig erhalten. Eine kleinere Lücke würde zeigen, dass die terrestrische Verfügbarkeit aufholt; anhaltende Satelliten-Defizite würden Verfügbarkeit und tatsächlich erbrachte Leistung weiterhin trennen.