• UK erreicht 92% 5G-Abdeckung der Bevölkerung und stellt nun auf 5G SA um, um erweiterte Anwendungen zu ermöglichen

• Erhebliche Investitionen und regulatorische Unterstützung sind entscheidend, um die niedrige Leistungsbewertung und veraltete Infrastruktur des UK anzugehen


Was geschah: UK-Betreiber wechseln zu 5G-Standalone

Ericsson sagt, das UK habe einen Wendepunkt erreicht: Da 92% der Bevölkerung nun mit Non-Standalone-5G versorgt sind, ist der nächste Schritt die vollständige Einführung von 5G Standalone (SA). Im Gegensatz zu früheren Netzen, die 4G-Kerne nutzten, integriert SA einen dedizierten 5G-Kern und ein Funkzugangsnetz (RAN) und ermöglicht so Network Slicing, extrem niedrige Latenz und Unternehmensdienste.

Bis Ende August 2025 wird EE die SA-Abdeckung auf mehr als die Hälfte der UK-Bevölkerung ausweiten, während Virgin Media O2 in diesem Jahr 700 Millionen Pfund in die Aufrüstung seines Kernnetzes investiert. Die 15 Milliarden Pfund schwere Fusion von Vodafone und Three beinhaltet Pläne zum Aufbau eines der fortschrittlichsten 5G-SA-Systeme Europas mit dem Ziel einer nahezu flächendeckenden Abdeckung bis 2034.

Die Telekommunikationsanbieter verlagern sich zudem auf cloud-native Kerne. Three UK hat kürzlich einen Durchsatz von über zwei Terabit pro Sekunde erreicht – doppelt so viel wie der Meilenstein von 2023 – und zeigt damit, wie die Kernmodernisierung die Netzwerkleistung im großen Maßstab verbessert.

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Warum es wichtig ist

Dieser Übergang bedeutet mehr als nur die Ausweitung der Abdeckung; es geht um den Aufbau einer strategischen Plattform für die digitale Transformation. Mit 5G SA können UK-Betreiber dedizierte Slices für Industrien, Live-Events und Smart-City-Infrastruktur anbieten. Tests von BT und Ericsson auf dem Glastonbury-Festival und bei SailGP haben messbare Leistungssteigerungen und Monetarisierungsmöglichkeiten gezeigt.

Aber es zeichnen sich Herausforderungen ab. Das UK belegt in Europa nur Platz 22 bei den 5G-Geschwindigkeiten, und London hinkt anderen großen Hauptstädten hinterher. Strukturelle Planungshürden, Probleme bei der Spektrumszuteilung und ungleiche Investitionsmuster werden als Risiken für die nationale Wettbewerbsfähigkeit genannt. Branchenführer argumentieren, dass ein koordinierter Rollout, regulatorische Abstimmung und öffentlich-private Partnerschaften entscheiden werden, ob das UK aus der Abdeckung auch Leistungsfähigkeit machen kann.