• Deutsche Telekom ist verantwortlich für das terrestrische IRIS²-Netzwerk und unterstützt sichere und souveräne Kommunikation in der gesamten Europäischen Union.
  • Diese Rolle stärkt die Position des Unternehmens im wachsenden Bereich der Raumfahrt- und Telekommunikationsinfrastruktur.

Was ist passiert: Deutsche Telekom schließt sich dem IRIS²-Satellitenprojekt an

Deutsche Telekomwurde ausgewählt, das Boden­segment des IRIS²-Satellitensystems der EU zu überwachen, das sichere und souveräne Konnektivitätsdienste in ganz Europa bereitstellen soll. Das Programm IRIS² (Infrastructure for Resilience, Interconnectivity and Security by Satellite) ist eine Initiative der Europäischen Kommission und soll bis 2027 betriebsbereit sein.

Die terrestrische Infrastruktur umfasst die Entwicklung und Verwaltung von Bodenstationen, Betriebskontrollzentren und terrestrischen Kommunikationsverbindungen. Deutsche Telekom schließt sich einem Konsortium unter der Leitung von Airbus Defence and Space an, zusammen mitThales Alenia Spaceund Eutelsat. Laut TelcoTitans werden die Verantwortlichkeiten des Unternehmens sicherstellen, dass die Verbindungen von den Satelliten zu den Bodenbenutzern widerstandsfähig und sicher sind.

Lesen Sie auch:Deutsche Telekom schließt sich dem IRIS²-Projekt der EU an
Lesen Sie auch:Deutsche Telekom hebt die Prognose für 2025 nach starkem Q1 an

Warum es wichtig ist: Stärkung der digitalen Souveränität der EU

Dieses Projekt stellt einen entscheidenden Moment in der Integration von Telekommunikations- und Satellitentechnologien dar. Durch die Übernahme der terrestrischen Infrastruktur von IRIS² stärkt Deutsche Telekom die Bestrebungen der EU nach digitaler Unabhängigkeit. Angesichts geopolitischer Spannungen und zunehmender Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit wird die Fähigkeit, ein souveränes und verschlüsseltes Satellitenkommunikationsnetz zu betreiben, als strategisch lebenswichtig angesehen.

Dies markiert einen breiteren Wandel in der Telekommunikationsbranche, da Unternehmen in den Luft- und Raumfahrtbereich expandieren. Betreiber wie Orange und BT bauen ebenfalls hybride terrestrisch-satellitengestützte Systeme für Resilienz und Notfälle auf. Die Beteiligung von Deutsche Telekom ermöglicht es dem Unternehmen, diese Transformation direkt mitzugestalten.

Srini Gopalan, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, erklärte, das Unternehmen sei „stolz darauf, zur digitalen Souveränität und zur Sicherheit der Infrastruktur Europas beizutragen“. Diese Rolle könnte den Breitbandzugang in unterversorgten Gebieten verbessern und Kommunikationskanäle in Krisenzeiten schützen. Das IRIS²-Satellitensystem, das mit 2,4 Milliarden Euro finanziert wird, ist ein Schlüsselelement der umfassenderen digitalen und Raumfahrtstrategie der EU.