• Smartphones verbanden sich während des Events automatisch mit der aktiven fliegenden Zelle, als die beiden Fluggeräte die Rollen wechselten
  • Satelliten-Backhaul verband beide UAVs direkt mit dem Mobilfunkkern; ein Fluggerät blieb in Betrieb, während das andere auftankte

Die Fakten

Deutsche Telekom, T-Mobile Czech Republic und Primoco UAV testeten während des Běhej lesy Trailrunning-Events in Tschechien zwei unbemannte Luftfahrzeuge als sich abwechselnde fliegende Mobilfunkbasisstationen. Deutsche Telekom gab an, dass sich Smartphones automatisch mit der aktiven Mobilfunkzelle verbanden, als die Luftfahrzeuge die Rollen wechselten, wodurch Anrufe und Datenverbindungen aufrechterhalten wurden, während ein Luftfahrzeug zum Auftanken zurückkehrte. Rund 1.900 Läufer nahmen an der Veranstaltung teil.

Ein kompakter, tragbarer Mobilfunkmast deckte den Start- und Zielbereich ab, während die beiden Luftfahrzeuge die Strecke entlang für Abdeckung sorgten. Beide UAVs nutzten Satelliten-Backhaul, um sich direkt mit dem Mobilfunkkern zu verbinden, ohne eine zusätzliche Bodenstation. Deutsche Telekom gab an, dass sie in Höhen zwischen zwei und drei Kilometern flogen, bis zu 20 Quadratkilometer abdeckten und Datenraten von bis zu 100 Mbit/s mit einem 10-MHz-Kanal erreichten.

Die Bewertung

Das Zwei-Luftfahrzeug-Setup beseitigt nicht die Ausdauerbegrenzung des UAV; es verändert, wie der Betreiber damit umgeht. Statt sich auf ein einzelnes Luftfahrzeug zu verlassen, das in der Luft bleibt, muss der Betreiber Auftank- und Flugzeugwechsel so planen, dass ein UAV die Mobilfunkzelle weiter bereitstellt, während das andere am Boden ist. Die Aufrechterhaltung der Abdeckung hängt daher davon ab, diesen Wechsel ohne Dienstunterbrechung zu wiederholen.

Die tschechische Veranstaltung demonstrierte den Ansatz unter geplanten Bedingungen. Deutsche Telekom machte keine Angaben dazu, wie viele Luftfahrzeugwechsel durchgeführt wurden oder wie lange eine ununterbrochene fliegende Abdeckung aufrechterhalten wurde, während Primocos Behauptung, dass das Setup einen 24/7-Betrieb unterstützen könne, noch nicht in wiederholten Betriebszyklen nachgewiesen wurde. Längere Einsätze würden erfordern, dass derselbe Wechsel weiterhin funktioniert, während die Luftfahrzeuge wiederholt landen, auftanken und zum Einsatz zurückkehren.

Für BTW-Leser: Das zweite UAV ermöglicht es, die Abdeckung fortzusetzen, während das erste Luftfahrzeug zum Auftanken landet. Der nächste Test ist, ob Betreiber diese Wechsel zuverlässig während eines längeren temporären oder Notfalleinsatzes wiederholen können.

Worauf zu achten ist

Längere Tests sollten die Gesamtdauer der kontinuierlichen Abdeckung, die Anzahl der Luftfahrzeugwechsel und jegliche Dienstunterbrechung melden, wenn ein UAV das andere ersetzt. Wiederholte Auftankzyklen würden stärkere Belege dafür liefern, dass das Zwei-Luftfahrzeug-Design eine vorübergehende Abdeckung aufrechterhalten kann. Ein Rund-um-die-Uhr-Test würde Primocos Behauptung, dass das System einen 24/7-Betrieb unterstützen kann, direkt überprüfen.