• Der KI-Agent RAN Guardian erkennt und behebt eigenständig Netzwerkprobleme.
  • Er basiert auf Googles Gemini 2.5-Plattform und reduziert Netzwerkverwaltungsaufgaben von Stunden auf Minuten.

Was passiert ist: Deutsche Telekom setzt ein KI-gesteuertes RAN-Verwaltungssystem ein

Die Deutsche Telekom (DT) hat ihren KI-basierten Agenten RAN Guardian eingesetzt, ein autonomes System, das die Leistung des Funkzugangsnetzes (RAN) analysiert und verwaltet. Die Plattform wurde mit Google entwickelt, läuft auf dem Modell Gemini 2.5 und nutzt die Dienste Google CloudRun, BigQuery und Firestore.

Der Agent analysiert kontinuierlich öffentlich zugängliche Informationen wie Online-Verzeichnisse und soziale Medien, um bevorstehende Ereignisse in Deutschland zu erkennen. Er schätzt deren Umfang, bestimmt ihren Standort und kategorisiert sie. Basierend auf diesen Daten sagt das System mögliche Netzwerkengpässe voraus, analysiert die Antennenkapazität und schlägt Optimierungsstrategien vor.

Eine andere KI-Komponente führt die genehmigten Empfehlungen aus, weist Netzwerkressourcen neu zu oder passt Konfigurationen an und dokumentiert alle Aktionen. Die Deutsche Telekom gibt an, dass Aufgaben, die zuvor eine Stunde dauerten, jetzt in wenigen Minuten erledigt werden können.

Abdu Mudesir, Vorstandsmitglied für Produkte und Technologie, erklärte, dass die Plattform einen großen Schritt in Richtung autonomer und selbstheilender Netze darstellt, die KI und menschliches Fachwissen kombinieren, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

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Warum das wichtig ist

Diese Einführung unterstreicht den zunehmenden Einsatz von KI im Telekommunikationsbetrieb, der die Netzwerkresilienz und -effizienz verbessert. Die Echtzeitüberwachung ermöglicht es Betreibern, schneller auf Störungen zu reagieren und Ressourcen effizienter zu optimieren.

Andere Betreiber erkunden ebenfalls KI-basierte RAN-Lösungen. Beispielsweise hat der kanadische Betreiber Telus mit Samsung einen KI-gesteuerten intelligenten RAN-Controller eingesetzt. Dieser Trend spiegelt das Bestreben der Branche wider, hin zu Automatisierung und prädiktivem Netzwerkmanagement, die für die Bewältigung der wachsenden Datennachfrage und die Gewährleistung eines konsistenten Dienstes unerlässlich sind.