- Deutsche Telekom und Qunnect halten eine Verschränkung von 99 % über 30 km 17 Tage lang aufrecht.
- Ein zweiter Test leitet verschränkte Photonen über 82 km parallel zu klassischen Daten mit einer Treue von 92 %.
Was geschah: Details der Demonstration
Forscher der Deutsche Telekom Innovation Laboratories (T‑Labs) und von Qunnect haben einen Feldtest im Quantenlabor Berlin durchgeführt. Sie verwendeten polarisationsverschränkte Photonen, die über 30 km kommerzielle Glasfaser gesendet wurden. Das automatisierte System hielt eine Treue von 99 % bei nur 1 % Ausfallzeit aufrecht. Ein Folgetest leitete verschränkte Photonen über 82 km Glasfaser, während klassische Daten parallel flossen. Dieser Versuch erreichte eine Treue von über 92 %. Beide Experimente liefen über das bestehende Glasfasernetz der Deutschen Telekom, ohne dedizierte Quantenleitungen. Sie zeigen, dass die aktuelle Telekommunikationsinfrastruktur Quantenverbindungen unterstützen kann. Die Tests dauerten 17 Tage für den ersten und mehrere Tage für den zweiten. Diese Arbeit ebnet den Weg für ein zukünftigesQuanteninternet, indem sie eine stabile Qubit-Verteilung demonstriert.
Claudia Nemat, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom für Technologie und Innovation, erklärte, dass die Glasfasernetze heute für den Quanteneinsatz bereit seien. Noel Goddard, CEO von Qunnect, bezeichnete die Tests als einen wichtigen Schritt für die Quantenvernetzung in der realen Welt.
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Warum das wichtig ist
Diese Demonstration unterstreicht die Machbarkeit einesQuanteninternetsüber bestehende Glasfasernetze. Sie zeigt, dass verschränkte Qubits große Entfernungen mit minimalem Verlust zurücklegen können. Stabile Quantenverbindungen sind für hochsichere Kommunikation und Quantenschlüsselverteilung unerlässlich. Die Tests beweisen auch, dass klassische und Quantendaten auf derselben Faser koexistieren können. Dies reduziert die Bereitstellungskosten und beschleunigt die Einführung.
Für Branchen wie IoT, Luft- und Raumfahrt und Finanzen versprechen zuverlässige Quantenverbindungen erhöhte Sicherheit und präzise Synchronisation. Die Tests in Berlin setzen einen Maßstab für andere Betreiber. Sie könnten weltweite Bemühungen zum Aufbau souveräner Quantennetzwerke beeinflussen. Durch die Nutzung der bestehenden Infrastruktur können Telekommunikationsunternehmen leichter zu Quantendiensten übergehen. Regulierungsbehörden und Investoren können nun praktische Ergebnisse sehen, nicht nur theoretische.
Dieser Schritt bringt die Vision eines Quanteninternets der Realität näher und eröffnet neue Grenzen in der digitalen Konnektivität.

