• Dell erwartet nun einen Umsatz von rund 25 Milliarden US-Dollar mit KI-Servern für das Geschäftsjahr 2026, ein Anstieg gegenüber der vorherigen Prognose von 20 Milliarden US-Dollar.
  • Während die Bestellungen und Auftragsbestände für KI Rekordhöhen erreicht haben, steht das Unternehmen weiterhin unter wachsendem Kostendruck – was die Anleger genau beobachten lässt, ob die Gewinne mit der boomenden Nachfrage Schritt halten.

Was geschah: Dell Technologies hebt seine Prognosen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr an und strebt 25 Milliarden US-Dollar Umsatz mit KI-Servern im Jahr 2026 an

Am Dienstag veröffentlichteDell Technologieseine optimistische Aktualisierung seiner Finanzprognose und hob sowohl die Umsatz- als auch die Gewinnerwartungen für das Quartal und das Gesamtjahr an. Das Unternehmen erwartet nun einen Umsatz von 31 bis 32 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal, deutlich über den Schätzungen der Wall Street, und plant für das gesamte Geschäftsjahr 2026 einen KI-Serverumsatz von 25 Milliarden US-Dollar, gegenüber zuvor prognostizierten 20 Milliarden.

Dieser neuerliche Optimismus resultiert aus einem enormen Anstieg der Nachfrage nach KI-optimierten Servern. Im jüngsten Quartal verzeichnete Dell neue Bestellungen im Wert von 12,3 Milliarden US-Dollar fürKI-Serverund beendete das Quartal mit einem Auftragsbestand von 18,4 Milliarden US-Dollar.

Auch die Auslieferungen steigen: Dell lieferte im Quartal Server im Wert von rund 5,6 Milliarden US-Dollar aus. Seine Infrastructure Solutions Group – die das Servergeschäft umfasst – verzeichnete ein Umsatzwachstum von 24 %, während die auf traditionelle PCs fokussierte Client Solutions Group nur um 3 % zulegte.

Der Nachfrageanstieg kommt von einer Mischung großer Kunden: Zu den Auftraggebern gehören das US-Energieministerium, das in Abu Dhabi ansässige KI-Unternehmen G42 sowie führende KI-Akteure wie xAI und CoreWeave.

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Warum das wichtig ist

Der starke Anstieg der Nachfrage nach KI-Servern spiegelt das allgemeine und unaufhaltsame Wachstum der KI-Workloads wider – vom maschinellen Lernen bis zur Bereitstellung großer Sprachmodelle. FürDellstellt dies eine bedeutende Neuausrichtung dar: Die Serverinfrastruktur, insbesondere KI-fähige Rechenzentrumshardware, wird schnell zum Wachstumsmotor des Unternehmens und übertrifft die traditionellen PC-Verkäufe.

Die überarbeiteten Prognosen von Dell könnten dazu beitragen, die Sorgen der Anleger zu mildern, insbesondere hinsichtlich des Margendrucks durch Konkurrenz – etwa von Wettbewerbern wie Super Micro Computer – und der steigenden Kosten für Speicherchips und Komponenten.

Der weitere Weg ist jedoch ungewiss. Hohe Produktionskosten, mögliche Engpässe in der Lieferkette und die inhärente Volatilität der Nachfrage nach High-End-KI-Servern (die oft auf Spitzenchips, etwa von NVIDIA, angewiesen sind) könnten die Margen belasten. Wenn der KI-Implementierungsboom nachlässt oder selektiver wird – etwa hin zu einer kostenbewussteren Unternehmensnutzung statt groß angelegter Cloud-Implementierungen – könnten Dells aktuelle Prognosen gefährdet sein.

Darüber hinaus führen hohe Auftragsbestände nicht immer zu langfristiger Rentabilität: Verzögerungen, Preisdruck oder Auftragsstornierungen bleiben Risiken. Um sein Wachstum zu halten, muss Dell nicht nur die Volumen liefern, sondern auch die Kosten managen, eine effiziente Lieferkettenabwicklung sicherstellen und in der sich schnell entwickelnden KI-Infrastrukturlandschaft wettbewerbsfähig bleiben.