• Core Scientific-Aktionäre könnten gegen die vollständig in Aktien abgewickelte Fusion im Wert von 9 Milliarden US-Dollar stimmen, es sei denn, CoreWeave bietet einen Kurssicherungsmechanismus oder bessere Bedingungen.
• Die Wirtschaftlichkeit der Vereinbarung beruht auf der Hoffnung auf Kosteneinsparungen und eine verbesserte Kapitalstruktur, hängt aber stark von der Entwicklung der CoreWeave-Aktie und ihrer finanziellen Stabilität ab.
Was geschah: Eine Aktionärsrevolte bahnt sich an
Die Aktionäre von Core Scientific, darunter die Hedgefonds Two Seas Capital, Helix Partners Management, JAT Capital und Parsifal Capital, erwägen, sich gegen das vollständig in Aktien abgewickelte Übernahmeangebot von CoreWeave im Wert von 9 Milliarden US-Dollar zu stellen, es sei denn, die Bedingungen werden verbessert. Die Aktionäre sind besorgt, dass sie einen festen Anteil von 0,1235 CoreWeave-Aktien pro Core Scientific-Aktie erhalten, ohne Absicherung gegen Kursverluste, was Forderungen nach einem Collar zur Begrenzung der Verluste auslöst, falls die CoreWeave-Aktie weiter fällt.
Seit der Ankündigung der Transaktion am 7. Juli ist die CoreWeave-Aktie um über 30 % gefallen, was die effektive Bewertung der Core Scientific-Aktien von etwa 20,25 US-Dollar auf etwas über 13 US-Dollar pro Aktie reduziert hat, was die Besorgnis der Anleger verstärkt. Die Abstimmung der Aktionäre wurde noch nicht angesetzt, wird aber für den Herbst erwartet. Stimmrechtsberater wie ISS könnten eine entscheidende Rolle bei der Abstimmung spielen.
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Warum dies wichtig ist
CoreWeave, ein Cloud-Anbieter, der auf KI-Computerinfrastruktur spezialisiert ist, mietet einen Großteil seiner Kapazität von Core Scientific. Die Übernahme zielt darauf ab, über 10 Milliarden US-Dollar an zukünftigen Leasingverpflichtungen zu eliminieren und die CAPEX-Verpflichtungen um 5 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Analysten schätzen einen Bruttogewinn von 6,9 Milliarden US-Dollar über 12 Jahre, wenn die Vereinbarung zustande kommt.
Kritiker warnen jedoch, dass dieser Schritt CoreWeave zu einem kapitalintensiven Rechenzentrumsbetreiber macht, was für ein Unternehmen, das mit fast 8 Milliarden US-Dollar Schulden und einem auf einen begrenzten Kundenstamm gestützten IPO-Bewertung zu kämpfen hat, bedenklich ist. Microsoft allein machte etwa 72 % des Umsatzes im ersten Quartal aus. Der Streit verdeutlicht die wachsenden Spannungen im Bereich der KI-Infrastruktur, wo Unternehmen trotz finanzieller Fragilität und Investorenskeptik auf vertikale Integration setzen.

