Chase UK blockiert Kryptowährungstransaktionen für seine Kunden
Chase UK, ein Teil der JPMorgan-Gruppe, hindert seine britischen Kunden daran, Kryptowährungstransaktionen durchzuführen. Ab dem 16. Oktober ist die Nutzung von Debitkarten oder Banküberweisungen für Kryptowährungstransaktionen verboten. Kunden, die solche Transaktionen versuchen, erhalten eine Benachrichtigung, dass die Transaktion nicht durchgeführt werden kann.
Vorsichtsmaßnahmen
Diese Entscheidung ist durch den Wunsch motiviert, die Interessen der Kunden zu schützen. Chase UK hat beobachtet, dass Betrüger Kryptowährungen nutzen, um Privatpersonen zu betrügen und ihnen erhebliche Summen zu stehlen. Daten von Action Fraud, der britischen Meldestelle für Betrug, zeigen, dass Kryptowährungsbetrug im letzten Jahr um über 40 % zugenommen hat und erstmals die Marke von 300 Millionen Pfund überstieg. Dieses Problem ist so bedeutend geworden, dass Kryptowährungsbetrug laut Chase UK im letzten Jahr über 40 % aller gemeldeten Straftaten in England und Wales ausmachte.
Ein Branchentrend
Chase UK ist nicht das einzige Finanzinstitut, das solche Maßnahmen ergreift. Auch andere Banken im Vereinigten Königreich verschärfen die Beschränkungen für Kryptowährungstransaktionen. So hat NatWest beispielsweise Limits für den Betrag eingeführt, den seine Kunden an Kryptowährungsbörsen senden können, um den zunehmenden Kryptowährungsbetrug zu bekämpfen.
Ein Sprecher von Chase UK betonte das Engagement der Bank, die Finanzen ihrer Kunden zu schützen:
„Wir haben einen Anstieg von Kryptowährungsbetrugsfällen festgestellt, die sich gegen britische Verbraucher richten. Deshalb haben wir die Entscheidung getroffen, den Kauf von Kryptowerten mit einer Chase-Debitkarte oder durch Überweisung von Geld an eine Krypto-Website von einem Chase-Konto aus zu verhindern.“

