• Der 23-Milliarden-Dollar-Deal umfasste etwa 20 MHz landesweites 600-MHz-Spektrum sowie 30 MHz 3,45-GHz-Spektrum.
  • AT&T hatte den 3,45-GHz-Block bereits an fast 23.000 Standorten aktiviert, bevor die Übernahme abgeschlossen wurde.

Der Sachverhalt

AT&T hat Ericsson für die Lieferung von Dualband-Funkgeräten für das von EchoStar erworbene 600-MHz-Spektrum ausgewählt. Die Arbeiten sind der nächste Schritt für den Lowband-Teil des 23-Milliarden-Dollar-Spektrumkaufs von AT&T, der am 28. Juli abgeschlossen wurde. Der Deal umfasste etwa 20 MHz landesweites 600-MHz-Spektrum sowie 30 MHz 3,45-GHz-Spektrum in nahezu allen US-Märkten.

Ericsson zufolge werden die Funkgeräte es AT&T ermöglichen, erstmals 8RX-Technologie in seinen Lowbands einzuführen. AT&T hat nicht bekannt gegeben, wann der 600-MHz-Ausbau beginnen wird oder wann das Spektrum kommerziell verfügbar sein wird. Vor Abschluss der Übernahme hatte der Betreiber bereits das 3,45-GHz-Spektrum von EchoStar im Rahmen einer kurzfristigen Miete an fast 23.000 Mobilfunkstandorten in mehr als 5.300 Städten in 48 Bundesstaaten aktiviert.

Die Bewertung

Das 3,45-GHz-Spektrum von AT&T war bereits vor Abschluss der EchoStar-Übernahme im Rahmen einer vorübergehenden Miete in Betrieb. Der 600-MHz-Block befindet sich in einem anderen Stadium: AT&T muss zunächst kompatible Funkgeräte installieren, bevor es diese Frequenzen netzweit nutzen kann. Daher ist der nächste Schritt ein Standortausbau und keine weitere Spektrumtransaktion.

Ericsson wurde als Lieferant der Funkgeräte ausgewählt, aber AT&T hat nicht mitgeteilt, wie viele Standorte aufgerüstet werden oder wann die Aktivierung beginnt. Diese Details werden bestimmen, wie schnell das 600-MHz-Spektrum in den Netzbetrieb übergeht. Für BTW-Leser liegt der praktische Unterschied im Zeitplan. Das erworbene Midband-Spektrum wird bereits im AT&T-Netz genutzt, während das 600-MHz-Spektrum noch von der Installation und Aktivierung an den Netzstandorten abhängt.

Worauf zu achten ist

Es ist darauf zu achten, wann AT&T den Beginn des 600-MHz-Ausbaus bekannt gibt, wie viele Standorte die neuen Ericsson-Funkgeräte erhalten und wann das Band kommerziell verfügbar wird. Die Zahl der Standorte und die Aktivierungstermine werden das Tempo des Ausbaus bestimmen. Sobald die Funkgeräte in Betrieb sind, könnten Leistungsdaten erste Hinweise darauf geben, wie sich die neue Konfiguration auf die Netzabdeckung und die Uplink-Leistung auswirkt.