• Apple bereitet sich darauf vor, der nächsten großen Aktualisierung von Xcode, der Programmier-Software für die iOS-Plattform, KI-Funktionen hinzuzufügen.
  • In diesem Jahr gilt iOS 18 als eines der wichtigsten Updates in der Geschichte des iPhones.
  • Im vergangenen Jahr hat die Apple-Aktie auch im Vergleich zu Microsoft eine Underperformance gezeigt, aufgrund eines anhaltenden Mangels an KI-Fähigkeiten.

Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass, während Microsoft und OpenAI Pioniere bei neuen KI-Anwendungen sind, Google seine großen Modelle schnell iteriert und Meta aggressiv GPUs kauft, Apple, das noch keine KI-Fähigkeiten gezeigt hat, sich nun darauf vorbereitet, auf die Bühne zu treten und seine KI-Fähigkeiten zu demonstrieren.

Der Technologie-Insider Mark Gurman hat enthüllt, dass Apple KI-Funktionen in der nächsten großen Aktualisierung seiner Programmier-Software für die iOS-Plattform, Xcode, einführen will, um mit Microsofts GitHub Copilot zu konkurrieren, das auf dem großen GPT-Modell von OpenAI basiert.

Insider haben enthüllt, dass Apple die internen Tests erweitert und die Entwicklung dieser Funktionen beschleunigt hat, mit der Absicht, sie möglicherweise bereits in diesem Jahr Drittanbieter-Entwicklern anzubieten.

Apples KI-Programmier-Tool ähnelt GitHub Copilot

Interessanterweise haben Insider betont, dass die Funktionalität von Apples KI-Programmier-Tool GitHub Copilot „sehr ähnlich“ sei, was es leicht erklärt, „was diese KI tun kann“, indem man sich direkt auf das Produkt von Microsoft bezieht.

GitHub Copilot, das im Oktober 2021 von Microsoft und OpenAI eingeführt wurde, ist ein KI-Entwicklungstool, das Code generiert oder vervollständigt, Tests schreibt und Fehlerkorrekturen, Optimierungsvorschläge und Kommentare basierend auf dem Code oder den vom Benutzer bereitgestellten Entwicklungsanforderungen liefert.

Derzeit wird GitHub Copilot für einzelne Entwickler für 10 $/Monat (oder 100 $/Jahr) angeboten, wobei Abonnements für Unternehmen teurer sind.

Seit seiner Einführung wird Copilot zugeschrieben, nach zwei Jahren Online-Betrieb etwa 46 % des Codes in Projekten auf verschiedenen Plattformen geschrieben zu haben, und über eine Million Programmierer, die die KI-Technologie nutzen, haben eine Steigerung ihrer Programmiergeschwindigkeit um 55 % gemeldet, was unterstreicht, dass KI für die Entwickler-Community seit mehreren Jahren unverzichtbar geworden ist.

Aus Börsensicht wird die diesjährige WWDC, die traditionell Anfang Juni stattfindet, ein entscheidender Moment für Apple sein. Die unterschiedliche Aktienperformance von Apple und Microsoft im vergangenen Jahr spiegelt auch Unterschiede im „KI-Gehalt“ wider.

Siehe auch:Apple bereit, später in diesem Jahr generative KI-Innovationen vorzustellen

KI steht im Mittelpunkt des iOS-Versions-Upgrades

Im Schatten von ChatGPT haben Apples Führungskräfte, einschließlich Cook, bereits angedeutet, dass sie Apples KI-Pläne in diesem Jahr enthüllen werden. Insider haben enthüllt, dass Apples Vizepräsident für Softwareentwicklung, Craig Federighi, sein Team gebeten hat, „so viele KI-Funktionen wie möglich“ in das diesjährige iOS-Versions-Upgrade zu integrieren.

Berichten zufolge haben Apples Führungskräfte Ende letzten Jahres dem Vorstand KI-Funktionen vorgestellt, wobei ein Großteil der Präsentation von Sebastian Marlowe-Mes, stellvertretender Vizepräsident für Softwareentwicklung, geleitet wurde, während das erwähnte Xcode-Projekt von einem anderen stellvertretenden Vizepräsidenten für Softwareentwicklung, Andreas Wendker, geleitet wurde.

Neben der Bereitstellung von KI-Funktionen für Programmierer wird auch Apples wichtigstes umsatzgenerierendes Geschäft, wie das iPhone, nicht zu kurz kommen. Für das kommende iOS 18 plant Apple, es als „eines der wichtigsten Updates in der 16-jährigen Geschichte des iPhones“ zu bezeichnen. Darüber hinaus werden auch für iPad- und Mac-Systeme neue KI-Funktionen eingeführt.

Insider haben enthüllt, dass die KI-Funktionen, die Apple erforscht, die automatische Generierung von Musik-Playlists, die KI-gestützte Erstellung von Diashows, das Umschalten zwischen verschiedenen Funktionen in bestimmten Apps und die Möglichkeit für Siri, komplexe Fragen mit Hilfe großer Sprachmodelle zu beantworten, umfassen.

Interessanterweise haben Insider speziell die kürzliche Veröffentlichung der „KI-Telefon“-Serie S24 von Samsung im Januar erwähnt, was darauf hindeutet, dass einige Demonstrationen dem entsprechen, was Apple beim Start des iPhone 16 vorhat.