- Die geplante Konstellation würde fünf Orbitalschalen zwischen 510 km und 580 km nutzen; Amazon plant den Ausbaubeginn für 2028.
- Amazon will das Globalstar-Spektrum und Partnerschaften mit Mobilfunkbetreibern nutzen, um kompatible Geräte außerhalb der terrestrischen Mobilfunkabdeckung zu verbinden.
Der Sachverhalt
Amazon hat die US Federal Communications Commission (FCC) um die Genehmigung für das Amazon Leo Direkt-zum-Gerät-System gebeten, eine geplante Konstellation von bis zu 5.105 Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn. Amazon sagte, die Satelliten würden in fünf Orbitalschalen zwischen 510 km und 580 km betrieben und Sprach-, Nachrichten-, Daten- und Notdienste direkt an kompatible Mobilgeräte liefern. Der Ausbau ist für 2028 geplant.
Das System soll das mobile Satellitenspektrum von Globalstar nutzen und zusammen mit dem Breitbandnetz von Amazon Leo sowie den bestehenden und geplanten Konstellationen von Globalstar betrieben werden. Amazon hat im April den Erwerb von Globalstar vereinbart, mit geplantem Abschluss 2027, sofern behördliche Genehmigung und weitere Bedingungen erfüllt werden. Amazon plant, den Dienst über Mobilfunknetzbetreiber bereitzustellen, und hat zugesagt, Satellitendienste auf kompatiblen Apple-Geräten zu unterstützen.
Die Bewertung
Das vorgeschlagene System würde Amazon Leo eine zweite Zugriffsart hinzufügen. Der bestehende Breitbanddienst verbindet Nutzer über dedizierte Terminals, während die neue Konstellation direkt mit kompatiblen Mobilgeräten kommunizieren würde. Mobilfunkbetreiber würden diese Satellitenabdeckung in ihre Dienste integrieren, wobei Amazons Bodeninfrastruktur den Verkehr zwischen Satelliten und terrestrischen Netzen transportiert.
Die Bereitstellung hängt von mehr ab als dem Start der geplanten Satelliten. Amazon muss die FCC-Genehmigung erhalten, den Globalstar-Erwerb abschließen, die erforderlichen Spektrumrechte sichern und das Netzwerk mit Betreiberplattformen und unterstützten Geräten integrieren. Die Zahl 5.105 ist die im Antrag maximal beantragte Größe, nicht die genehmigte oder operative Kapazität.
Für BTW-Lesende könnten Betreiber den Dienst nutzen, um die Abdeckung jenseits der terrestrischen Versorgung auszudehnen, ohne in jedem Standort Funkstandorte zu bauen. Diese Abdeckung wäre nur dort verfügbar, wo Spektrumrechte, Boden-Backhaul, Geräteunterstützung und Betreibervereinbarungen vorhanden sind.
Was zu beobachten ist
Die FCC-Prüfung und der regulatorische Ablauf für Amazons Globalstar-Erwerb sind die unmittelbaren Meilensteine. Vereinbarungen mit Mobilfunkbetreibern und Geräteherstellern sollten die ersten Märkte und unterstützten Dienste benennen. Satellitenstarts, Tests im Bodenetzwerk und Serviceversuche zeigen, ob der Ausbau wie geplant 2028 beginnt.
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