- 33 Mobilfunkbetreiber bieten inzwischen Netzwerk-Slicing-Dienste mit 65 differenzierten Angeboten an – wenngleich die Akzeptanz noch bescheiden ist.
- Mehr als 90 Betreiber haben 5G-Standalone eingeführt oder schrittweise gestartet, aber das kommerzielle Slicing bleibt laut Ericsson begrenzt.
Was geschah: 5G-SA-Dienste gewinnen an Fahrt
Laut demaktuellen Ericsson Mobility Reportmacht der Markt für differenzierte Konnektivität auf Basis von 5G-Standalone (SA) Fortschritte – aber er boomt noch nicht.Ericssongibt an, dass 33 Mobilfunkbetreiber weltweit inzwischen Dienste anbieten, die auf Network Slicing basieren, insgesamt 65 differenzierte kommerzielle Angebote. Diese umfassen sowohl Abonnements als auch ergänzende Pakete, die sich an Privat- und Geschäftskunden richten.
Ericsson stellt fest, dass allein im Jahr 2025 21 dieser Slicing-basierten Dienste gestartet wurden, was einen klaren Übergang von der Machbarkeitsstudie zu echten Angeboten zeigt. Gleichzeitig haben inzwischen über 90 Betreiber 5G-SA-Netze eingeführt oder schrittweise gestartet – ein Anstieg um 30 in nur einem Jahr. Der Bericht hebt außerdem 56 Betreiber hervor, die an Slicing-basierten Diensten arbeiten und gemeinsam 118 Anwendungsfälle testen; viele befinden sich jedoch noch in einem frühen Stadium.
Beim festen drahtlosen Zugang (FWA) ist das Bild positiver: Ericsson zählt 159 Anbieter, die derzeit FWA auf Basis von 5G anbieten, wobei mehr als die Hälfte geschwindigkeitsbasierte Tarife verwenden – ein traditionelles Breitbandmodell.
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Warum das wichtig ist
Obwohl der Anstieg der 5G-SA-Einführungen eine Dynamik zeigt, deuten Ericssons Daten darauf hin, dass eine der am meisten beworbenen Funktionen von 5G – Network Slicing – noch nicht in großem Umfang angelaufen ist. Für die Betreiber bedeutet dies, dass die Schaffung einer differenzierten, wertorientierten Konnektivität ehrgeiziger bleibt als realisiert.
Dennoch ist Ericssons Optimismus begründet: Der Aufschwung der 5G-SA-Einführungen könnte in naher Zukunft die Grundlage für fortschrittliche Unternehmensdienste legen. Während 6G am Horizont auftaucht, warnt der Bericht, dass Länder, die die SA-Einführung verzögern, zurückfallen könnten – zumal künftige 6G-Kernnetze voraussichtlich auf der 5G-SA-Architektur aufbauen werden.
Um dies in Perspektive zu setzen: Angesichts der rund 700 Mobilfunkbetreiber weltweit (laut Dell'Oro) wirken 33 Betreiber, die Slicing anbieten, wie ein bescheidener Anfang. Dies könnte einen Wendepunkt darstellen: 5G SA ist nicht mehr nur eine technologische Wette – es wird zu einem ernsthaften strategischen Hebel für die langfristige Monetarisierung von Netzwerken.

